KW34- Die Brückenbauer von Dresden
26. August 2006 Dieser Artikel wurde zum: 13.03.07 aktuallisiertLiebe Frau Kanzlerin,
Wir befinden uns gerade auf der Bananen-Insel La Gomera, auf der angeblich nur Beknackte sind, die sich dem hochprozentigen hingeben und und ihr Heil in spirituellen Gedanken suchen, da lese ich gerade in der Zeitung das Drama um die neue – noch zu erbauende Brücke in Dresden.
Man kommt unweigerlich zu der Frage, welche Drogen in diesem schönen Städtchen in Sachsen verabreicht werden.
Da muß das Präsidium der Stadt eine Eilvergabe des/der Bauaufträge durchführen, damit die Brücke nun endlich gebaut wird. Anträge des Rates der Stadt zur Verschiebung seien unzulässig und würden zudem dafür sorgen, dass Schadensersatzleistungen der Bauunternehmen in Millionenhöhe auf die Stadt zukommen, wenn nicht sofort mit dem Bauen begonnen wird.
Ja aber hallo, hier stinkt doch was zum Himmel. Was für Ausschreibungen werden denn da gemacht, wenn sich der Auszuschreibende nicht mal vertraglich zusichern läßt, dass der Baubeginn auch später sein darf, als in der Ausschreibung vorgesehen.
Die Ausschreibungen von Bund, Ländern und Kommunen sind doch von Profis erstellt, die den ganzen lieben langen Tag nichts anderes machen, als Ausschreibungen zu erstellen.
Ich werde das Gefühl in der Bauchgegend nicht los – es ist ein Gefühl und keine Behauptung, dass hier das Volk und im Besonderen die Dresdner Stadtbürger ganz schön über den Tisch gezogen werden.
Mir schwirrt da im Kopf der Gedanke, dass sich hier ein paar vereinzelte Menschen ein Denkmal schaffen wollen, denn Vernunft kann doch nach Sicht der mir vorliegenden Informationen nicht der treibende Aspekt sein.
Wenn ich mir dann noch überlege, dass Verkehrszählungen seit Jahren einen rückläufigen Autoverkehr auf der bisherigen und vermeintlichen überlasteten Brücke aufzeigen und das Volk dagegen ist, dann frage ich mich für wen hier noch gebaut wird.
Freundlichst Ihr Hans-D. Kaden
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