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BENQ DC C740 – schweinebillig und schweinegut
31. Oktober 2006 Dieser Artikel wurde zum: 11.07.09 aktuallisiert
Fragt mich nicht, warum ich BENQ unterstütze, aber bei Media Markt war die kleine Kamera im Angebot, für 99,- Euro inkl. 2 Batterien und einer Gürtel-Tasche. Mhh dachte ich mir, das klingt nicht schlecht, zumal ich eh eine kleine Kamera gesucht hatte, die ich immer und überall dabei haben kann, wenn ich spontan was schönes sehe. Immer mit der großen Spiegelreflex durch die Gegend rennen, ist zwar gut für den Muskelaufbau der Oberarme (4,5 kg mit 70-200mm), jedoch nicht immer spaßverdächtig – zumal es nicht immer die beste Bildqualität sein müßte.
Nun denn, also ab in den Media Markt und angeschaut. Schönes Display nettes Design, aber nur 99,- Euro … mhhh, da konnte doch was nicht stimmen – dachte ich mir.

Das Ausstellungsstück machte einen wirklich soliden Eindruck. Im Paket dabei sind neben der Kamera die Windows-Software (keine Problem für Apple-Nutzer), ein TV- und USB-Kabel, eine Gürtel-Tasche und natürlich eine umfangreiche Dokumentation, die aber nach wie vor verschweißt ist – und auch bleiben wird.
Zur Technik: Der Sensor ist ein 1/2,5″ Sensor, also nicht der allergrößte, und darauf sind dann noch (echte) 7 Megapixel untergebracht. Das kann sich sehen lassen.
Dazu gibt es neben dem digitalen (bereits deaktiviert) Zoom auch eine optischen (echten) 3fach Zoom, die Verschlußzeit von max. 1/2000 Sekunden ist beeindruckend gut und völlig ausreichend.
Wer dann noch kleine Videofilmchen drehen möchte der kann Videoaufnahme bis 640 x 480 Pixel, mit 30 Bilder pro Sekunde (und Ton) drehen, bis die Karte voll ist. über die USB 2.0 Schnittstelle können dann die Bilder auf den Rechner übertragen werden.
Das Objektiv ist von Pentax (Super Multi Coating) und bietet – man kann es nicht oft genug erwähnen, dass die Kamera 99 Euro kostet – auch eine gute Qualität. Dazu unendlich viele Programme für jede mögliche Aufnahmesituation.
Die DC C740 läßt sich mit SD-Karten füttern und hat einen Slot für AA-Akkus, eine feine Sache, wenn man beliebige Akkus nehmen kann.
Auf der Rückseite befindet sich ein 2,5 ” Display mit 150.000 Pixeln. Also, da vermisse ich den optischen Sucher bei Leibe nicht, denn das Display ist hell und bietet ein klares Bild.
Ein Designer-Stück ist die Kamera nicht, dennoch die DC C740 hat eine gute Haptik. Kaum größer als eine Packung Zigaretten und einen kleinen “Griff” an der rechten Seite, der die Akkus beherbert. Nun für meine Hände nicht das Wahre, aber es passt. Die Verarbeitung scheint sehr gut zu sein, denn ich habe am ersten Tag keine “Pannen” entdeckt.
Die Bedienung über die Tasten geht gut von der Hand und man erreicht alle wichtigen funktionen sehr schnell. überzeugend ist das Display, dass übersichtlich und aufgeräumt die notwendigen Informationen anzeigt.
Zum wesentlichen Teil, den Bildern. Das erste Bild, dass ich erstellt habe (das “Fabrikeinstellungs”-Programm war eingestellt) haute mich dann vom Hocker. Für 99,- Euro so ein Bild -was will man mehr. Die Aufnahme wurde mit der Automatik und ISO 50 aufgenommen. Es gibt einen Focus, der auf die Mitte scharf stellt, oder “Matrix-Focus“.
Wenn es dunkler wird, schaltet die Kamera zwischen ISO 50, 100, 200 und ISO 400 um. Da wird dann der Unterschied zur digitalen Spiegelreflex-Kamera (nun denn es sind auch mehr als 5000 Euro Preisfifferenz dazwischen) auf bittere Art und Weise aufgezeigt.
Ab ISO 200 sieht man deutliches Rauschen. Das hört sich jetzt schlimm an, aber auch damit kann man bestens leben. Verzeichnungen in den Ecken sind kaum sichtbar, was sicherlich auch an dem Objektiv liegt. Der Kontrastumfang reicht völlig aus und besteht die Alltagssituationen bestens. Somit hat auch der Bildtest bestanden.
Die Akkus reichen nun schon 100 Bilder (einige mit Blitz) und die Anzeige ist noch immer auf “voll“. Hoffen wir mal, dass die Batterie-Anzeige uns hier keinen Streich spielt. Man kann übrigens die Art der Energiebringer zwischen Batterie und Akku umstellen.
Fazit: Ich habe den Weg zum Media Markt nicht bereut, denn diese kleine und kompakte Kamera hat eine Qualität, einen Funktionsumfang und eine Ausstattung, die leicht auch 200-300 Euro kosten darf. Somit kann ich diese kleine Wunderwerk nur jedem empfehlen, der nach einer günstigen digitalen Kamera sucht.
Und was macht man, wenn man einen Apple mit MAC OS X hat, da die Software nur auf Windows läuft: Anschließen und die Bilder überspielen – fertig.
Erfahrungsbericht nach 3 Tagen:
Positiv: Die Kamera macht tatsächlich sehr gute Bilder. Ich bin beeindruckt, wie schnell der Autofocus anspricht und auch scharf stellt. Auch die Auslöseverzögerung ist beeindruckend schnell. Bei bewegten Objekten zeigt die DC C740 gegenüber ihren Konkurenten keine Schwächen. Die Trägheit des Autofokus ist im Vergleich zu Preisklassen von 500,- Euro spürbar, jedoch nicht dramatisch.
Tagsüber hat die BENQ absolut keine Probleme mit den Lichtverhältnissen. Die Bilder werden sehr farbneutral aufgenommen. Ein blauer Himmel ist blau und der grüner Rasen ist grün. Gerade mit den für Digital-Kameras schwierigen Farbtönen “grün” und “braun” kommt die DC C740 bestens zu recht.Das Handling ist einfach und ich habe nach wie vor das Handbuch nicht angeschaut. über die Menüs, die logisch und überscihtlich aufgebaut sind, erreicht man schnell die gewünschten Funktionen. Die Tasten sind trotz ihrer Größe gut zu bedienen.
Ein selbst gedrehter Kurz-Film überraschte mich auch sehr positiv. Es ist möglich eine ruhige Bildführung sicher zu stellen. Das Ergebnis sind scharfe Aufnahmen und gute Farben.
Negativ:Â Mit fällt auf, dass die Laufzeit mit Akkus nicht so hitverdächtig ist. Mit 2 x 2000 mAh Akkus reicht die Energie für ca. 75 Bilder. Bei 2 x 2600 mAh habe ich bisher über 100 Bilder geschossen – aber alles ohne Blitz. Klar, sobald man Abends, oder in Räumen Bilder mit Blitz erstellt, reichen auch diese großen Akkus für max. ca. 50 Bilder, mehr nicht.Ich denke jedoch, dass dies nicht besonders schlimm ist, da man ja einen weiteren Satz Akkus in der Hosentaschen haben kann – es werden ja nur 2 Stück benötigt. Zur Not kauft man um die Ecke 2 Batterien vom Typ “AA” und gut ist’s. Man bedenke, die Akkus versorgen das Display, den Blitz und die Hauptelektronik der Kamera.
Fazit II: Ich bin nach wie vor von der BENQ DC C740 überzeugt. Um die entscheidente Frage zu beantworten. Ja, ich würde die DC C740 wieder kaufen.
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Hallo zusammen,
mein Bruder hat genau die gleiche Diggi-Cam und habe auch schon Bilder davon gesehen die er geschossen hat und ich muss sagen die Bilder sind echt klasse geworden und auch so der Menüaufbau ist sehr gut gemacht worden !
Kann mich der Meinung von Hans voll anschließen. Sehr schön geschrieben mit viel Liebe zum Detail. Kann die Kamera auch jeden ans Herz legen, der nicht soviel Geld locker hat und trotzdem Qualität sucht.